Die Tür zur Bundesliga weit offen

Die Herren 30 des TC BW  empfingen am Sonntag den SV Böblingen. Die Vorspannung war groß, denn an diesem Spieltag konnte alles passieren. Die Titelträume konnten platzen oder man konnte einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft machen. Voraussetzung hierfür war natürlich ein Sieg gegen den württembergischen Gegner.

Doch in der ersten Runde lief es zunächst nicht so gut. Tobias Storz unterlag dem starken Heiko Bollich glatt in zwei Sätzen. Patrick Ehrhardt war verletzt, stellte sich aber in den Dienst der Mannschaft und ging auf den Platz. Als dann noch der bisher ungeschlagene Alex Ruf im ersten Satz mehr Mühe hatte, als erwartet, geisterte schon ein 0:3 Rückstand durch die Köpfe der Blau-Weiß Verantwortlichen. Patrick Erhardt kämpfte wie ein Berserker, spielerisch konnte er sein Niveau aufgrund der Verletzung leider nicht ausschöpfen. Ein 6:7 6:7 gegen einen allerdings starken Peter Kramer war die Folge. Alex Ruf drehte dann doch noch auf und gewann 6:4 6:2. Ein 1:2 Zwischenstand ließ den Villingern die Hoffnung, wusste man doch, dass mit Edo Mustafic und Michael Heppler zwei Spieler antraten, die immer für einen Punkt gut sind. So kam es dann auch, beide konnten ihre Partien glatt gewinnen. So sorgte Dominik Adelhardt auf dem von vielen Zuschauern gesäumten Centre Court für beste Unterhaltung. Sein Gegner Nils Muschiol war ehemals einer der Top-Junioren Deutschlands. Packende Ballwechsel und emotionale Szenen sorgten immer wieder für Beifallsstürme. Am Ende hatte „Adel“ das glückliche Ende für sich und sorgte mit seinem 6:4 7:5 Sieg für einen 4:2 Vorsprung vor den Doppeln.

Die Messe war noch nicht gelesen, denn Topspieler Patrick Erhardt musste im Doppel passen. Für ihn kam Christian Rudel ins Team. Dies sollte sich lohnen, denn zusammen mit Tobias Storz lieferte er eine tolle Leistung ab. Mit 6:7 6:3 10:6 sorgten sie für einen Sieg im zweiten Doppel. Heppler/Ruf gewannen glatt im dritten Doppel, der Gesamtsieg war also unter Dach und Fach. Als dann im Spitzendoppel der von Krämpfen geplagte Dominik Adelhardt zusammen mit Edo Mustafic mit 12:10 im Matchtiebreak gewann, kannte der Jubel keine Grenzen.

Der Aufsteiger ziert auch vor dem letzten Spieltag in Marburg die Tabellenspitze. Wenn auch das Wort „Bu……ga“ noch nicht in den Mund genommen wird, der Meistersekt kann zumindest schon mal kühl gestellt werden.

So trat aufgrund dieser tollen Leistung der Herren 30 der wohl vorzeitige Klassenerhalt der Damen-Regionalliga-Mannschaft etwas in den Hintergrund. Man verlor zwar hoch gegen den vermutlichen Meister Radolfzell, hat aber den drittletzten Tabellenplatz sicher. Chiara Grimm sorgte mit einer tadellosen Vorstellung für den Ehrenpunkt. Trotzdem möchte Coach Jürgen Müller beim letzten Spiel in Ludwigshafen nichts anbrennen lassen. „Wir spielen dort auf Sieg, auf irgendwelche Rechenspiele, falls dann doch irgendwann jemand in der Bundesliga zurückzieht, weil das Geld ausgeht, wollen wir uns nicht einlassen “,so Jürgen Müller. Tine Koepfer, die im Doppel umknickte und aufgeben musste, wird aller Voraussicht mit dabei sein.

Foto: Ex-Profi Patrick Erhardt stellte sich beim Sieg gegen Böblingen in den Dienst der Mannschaft

 

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