Dominik Koepfer nationaler US-College Meister

Sonntagabend 18.51 Uhr in der Schwenninger Helios-Arena. Nürnberg schießt gerade das entscheidende 3:1 gegen die Wild Wings. Doch TC Blau Weiss Head Coach Jürgen Müller, selbst Eishockey Fan durch und durch, ärgerte sich nicht, sondern hatte ein Lächeln auf den Lippen. Denn im fernen New York passierte etwas, was in diesem Augenblick für ihn von viel größerer Bedeutung war als die Geschehnisse auf dem Eis.

Über ein Smartphone verfolgte er per Live-Ticker das Finale der US Nationals in Flushing Meadows. Mit dabei Blau Weiss Spieler Dominik Koepfer. Just in diesem Moment verwandelte er nämlich seinen Matchball im Finale gegen Andre Goransson. Da das Spiel live im Fernsehen übertragen wurde, lieferte Sebastian Rey, Teamkollege von Dominik und ebenfalls in Diensten des TC Blau Weiss, gleich ein Video des Matchballes mit. Es war die Krönung eines fantastischen Jahres für den 21-jährigen Furtwanger. 2015 erreichte er beim Einladungsturnier der 16 besten College-Spieler zweimal das Halbfinale, bei den All-Americans sogar das Finale. Als Nobody in das College Team der Tulane University aufgenommen, entwickelte er sich zu einem Star der US-College Spielerszene.

Für die Coaches Oliver Heuft und Jürgen Müller, die ihn während all den Jahren begleiteten, ist dieser Erfolg im fernen Amerika ein Zeichen, dass man mit kontinuierlicher Arbeit über mehrere Jahre hinweg viel erreichen kann. Dabei galt es, sich durch kurzfristige Erfolge oder Misserfolge nicht vom Weg abbringen zu lassen. Ein Weg, den „Donne“, wie ihn seine Mannschaftskollegen nennen, mit den beiden Coaches ging. Deswegen taugt die Karriere von Dominik auch als Vorbild für viele andere Tennisspieler. „Es waren auch viele anstrengende Trainingseinheiten dabei, Konflikte, die man gehen musste. Wir haben uns dann schon mal gezofft,“ beschreibt Jürgen Müller die Trainingsarbeit mit Dominik. „Aber das gehört dazu. Der Coach muss den Athleten ernst nehmen, mit ihm in den Dialog gehen, aber er muss auch vorgeben, was gemacht werden muss“, ergänzt der Chef der Tennisgate Tennisschule. All das hat sich ausgezahlt. Aber auch Dominik Koepfer hat nicht vergessen, wo er herkommt. Noch in der Nacht seines Triumphes schickte er ein Mail an seine beiden Villinger Coaches, in dem er sich bedankte für die Unterstützung und alles was man ihm beigebracht hat. „Ohne Euch würde ich das hier wahrscheinlich alles nicht erleben“, war das Fazit seines Mails. Allein für diesen kleinen Satz hat sich die ganze Arbeit für die Villinger Tennistrainer gelohnt.

 

©Foto: Dave Kenas

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