Damen-Regionalliga – Dramatisches Spiel endet mit einem 5:4 Sieg

Nichts für schwache Nerven war das Heimspiel gegen den TC Wolfsberg-Pforzheim. Nicht weniger als 5 Partien wurden im Matchtiebreak entschieden. In der ersten Runde verlor Michaela Boev gegen die aufschlagstarke Kroatin Iva Primorac 4:6 3:6. Caro Müller unterlag der variabel spielenden Tanja Coblenzer trotz guter Leistung mit 3:6 1:6. Ihr bisher bestes Spiel für die Blau Weissen machte die in Rottweil wohnende Josy Escalona. Gegen die enorm kampfstarke Ungarin Berecz-Szatmari dominierte sie die Ballwechsel durch aggressives Spiel, doch der Ball kam immer wieder zurück. Beim Stande von 7:5 5:1 hatte sie ihren ersten Matchball. Doch erst eine halbe Stunde später verwandelte sie ihren achten Matchball zum Sieg. Somit Stand die Partie 1:2. Die folgenden drei Matches wurden dann alle im Matchtiebreak entschieden. Tine Koepfer unterlag Josy Karcher mit 7:10 im Matchtiebreak, auf der Spitzenposition konnte Estelle Guisard, die Französin in Diensten des TC BW, mit 10:8 gegen die Russin Ekaterina Lopes (ehemals Weltrangliste Nr. 140) gewinnen. Chiara Grimm, die nach 2 Knie-Operationen wieder auf dem Weg nach oben ist, schien im ersten Satz gegen die Bulgarin Velieva chancenlos. Doch dann kämpfte sie sich heran, gewann den zweiten Satz und auch noch den abschließenden Matchtiebreak. Das war der wichtige 3:3 Ausgleich, den die Mannschaft gebraucht hatte. Die Doppel wurden von Coach Jürgen Müller taktisch gut aufgestellt. Das zweite Doppel Grimm/Escalona harmonierte prächtig und gewann in zwei Sätzen. Auch Gusiard/Boev schienen auf der Siegerstraße. Mit 6:3 ging der ersten Satz an das Villinger Spitzendoppel. Im dritten Doppel lagen Tine Koepfer und Caro Müller schnell mit 1:4 hinten. Es schien ein glattes Ding für das starke Pforzheimer Doppel Coblenzer/ Berecz-Szatmari zu werden. Doch dann kam der große Auftritt der BW-Spielerinnen. Sie spielten sich in einen wahren Rausch und gewannen den Satz noch mit 7:5. Die Goldstädter reagierten entschlossen und führten schnell mit 5:0 im 2.Durchgang. Derweilen ging der zweite Satz des Doppels Guisard/Boev perdu. Die Spannung spitzte sich zu. Coach Jürgen Müller stimmte das dritte Doppel auf dem alles entscheidenden Matchtiebreak ein. Was dort folgte, war ein wahres Feuerwerk der Doppelkunst. Mit 10:5 gewannen die beiden Villingerinnen diesen entscheidenden Durchgang und holten somit auch den erlösenden Siegpunkt für ihre Mannschaft. Zeitgleich begann der Matchtiebreak im Spitzendoppel. Die Pforzheimer Lopes/Primorac hatten mit 10:8 das bessere Ende für sich, doch das tat der Freude im Lager der Blau-Weissen keinen Abbruch.

Foto: Tine Koepfer und Caro Müller kurz nach ihrem entscheidenden Matchpunkt.