Blau Weiß Badenligadamen spielen vorne mit, Herren müssen bangen

Das Damenteam des TC Blau Weiß feierte seinen fünften Sieg in Folge, lediglich am ersten Spieltag gab es eine 4:5 Niederlage beim TC Freiburg-Schönberg. Am Samstag starteten die Mädels um Mannschaftsführerin Pia Schwarz beim TSG Heidelberg. Ihr Debut gab dort die 19-jährige Schweizerin Nadine Keller, die wegen einer Armverletzung zu Saisonbeginn ausfiel. Sie punktete auch gleich in ihrem ersten Match genauso wie Verena Schmid, Pia Schwarz und Steffi Vorih. Lediglich Michaela Boev auf der Spitzenposition und Franzi Putschbach auf Position 6 gaben ihre Partien ab. Mit einer 4:2 Führung ging es in die Doppelbegegnungen. Die wurden dann aber noch mal richtig heiß. Im Spitzendoppel triumphierten Boev/Schmid mit 10:5 im Matchtiebreak gegen Siedliska/ Kajtazovic, die bisher noch ohne Doppelniederlage waren. Das neu formierte Doppel Keller/Putschbach holte mit einem knappen 7:5 7:6 einen weiteren Sieg. Im dritten Doppel waren Schwarz/Vorih eigentlich schon auf der Siegerstraße, führten bereits 6:1 5:2, gegen immer stärker werdende Heidelberger ging es dann doch noch in den Matchtiebreak, der trotz dreier Matchbälle für die Blau Weißen an die Heidelberger ging. Dies war zu verkraften, denn mit 6:3 ging der Sieg letztendlich verdient an die Villinger Damenequipe.
Am Sonntag gab man seine Visitenkarte in Oberweier ab. Dort hatte dann die 14-jährige Gina Betzner eine weitere Gelegenheit, Badenliga-Luft zu schnuppern. Gegen Anna-Lena Singler lag sie schnell 0:5 zurück, kämpfte sich zurück und schaffte fast noch den 5:5 Ausgleich, musste aber dann doch mit 4:6 den Satzverlust hinnehmen. Im zweiten führte sie bereits mit 5:2, hatte auch Satzbälle, doch ihre Gegnerin fing sich wieder und rettete sich quasi zum Sieg. Die Gegnerin von Pia Schwarz gab bei 0:3 verletzt auf. Auf Position 2 hatte es Verena Schmid mit der bisher noch ungeschlagenen Angelika Roesch zu tun, ehemals die Nummer 67 der Weltrangliste. Auch dieses Mal hatte die Ex-Profispielerin immer eine Antwort parat und blieb mit diesem 6:3 6:4 Sieg weiterhin ohne Niederlage. In der zweiten Runde hatte Nadine Keller mit der Slovakin Malova an diesem Tag eine richtig harte Nuß zu knacken. In einem von knallharten Grundlinienschlägen geprägtem Match holte sie mit 7:5 6:2 den Punkt für die Blau Weißen. Auf der Topposition führte Michaela Boev gegen Nathaly Kurata zwar 3:0, doch gegen die dann praktisch fehlerlos spielende Brasilianerin wurde es immer schwerer. Trotz einiger Chancen ging das Match mit 6:7 3:6 perdu. Nun lag es an Steffi Vorih, ob der Ausgleich zum 3:3 gelingen sollte oder ob man zum ersten Mal in dieser Saison nach den Einzeln zurücklag. Am Vortag spielte sie groß auf, im ersten Satz gelang dies gegen Julia Rauer nicht immer. Der erste Satz ging mit 6:4 an Oberweier. Doch dann fand die ehemalige Bundesligaspielerin die Balance zwischen Geduld und Power und holte sich nach einem 6:0 auch den Matchtiebreak. Zwischenstand also 3:3, man entschloss sich, die Doppel im Vergleich zum Vortag zu verändern und Oberweier tappte prompt in die Falle. Eine gelungene taktische Aufstellung ist das eine, die praktische Umsetzung das andere. Vorih/Boev wehrten sich im Spitzendoppel nach Kräften, unterlagen aber der Paarung Kurata/Roesch. Schmid/Schwarz wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und holten mit 6:3 6:0 einen schnellen Punkt. So sah es auch bei Keller/Putschbach aus. 6:0 4:1 hieß es nach kurzer Zeit, doch die Gegner fanden irgendwie ins Spiel. So wurde die Sache noch einmal spannend. Als dann Franzi Putschbach beim 6:5 einen Volley zum Matchgewinn verwandelte, war der fünfte Sieg eingetütet.
Das Herrenteam hatte am Wochenende nur eine Partie auszutragen und zwar auswärts bei KETZ Karlsruhe. Bis dato spielte man eine hervorragende Saison, konnte drei Mal gewinnen, unter anderem gegen Tabellenführer Grenzach. Doch nun schlug das Verletzungspech zu. Denis Kapric konnte aufgrund von Rückenschmerzen gleich gar nicht mitmachen, und beim Match erwischte es dann noch Dominik Adelhardt, der bei 1:2 aufgeben musste. Auch seine Teamkameraden konnten dem Spiel keine positive Richtung geben. Blau Weiß Spitzenspieler Ehara verlor gegen den starken Italiener Fago, Patrick Müller hatte gegen den Ex-Villinger Patrick Eichenberger aus der Schweiz keine Chance. Jacob Bucher und der ins Team gekommene Stefan Hauser wehrten sich nach Kräften, mussten aber doch ihren Gegnern gratulieren. Lediglich Andy Drzyzga holte gegen Yannick Blank den Villinger Ehrenpunkt. Auf die Austragung der Doppel wurde aufgrund der Verletzungen verzichtet. Ein glattes 2:7 lässt nun in der Tabelle Spekulationen in alle Richtungen. Lediglich 6 Matchpunkte trennen den Tabellenzweiten Markdorf vom Tabellenletzten Post Südstadt Karlsruhe. Die Blau Weiß Herren müssen sich auf ein hartes letztes Wochenende einstellen.

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