Herren 30 landen Kantersieg gegen Böblingen – Damen verlieren knapp in Frankfurt

Es hätte ein richtiger toller Spieltag für den TC BW werden können, das Herren 30 Team schlug Böblingen hoch mit 8:1 und das Damenteam hatte in Frankfurt den Gesamtsieg direkt vor den Augen.
Doch der Reihe nach. Auf der heimischen Klosterhalde lief es rund für die Mannschaft um Kapitän Dominik Adelhardt. Nach der ersten Runde stand es nach Siegen von Alex Ruf, Roman Schirmaier und ihm selbst 3:0. Ein toller Auftakt also. Michael Heppler und Stefan Hauser zogen nach, einzig auf dem Centre Court noch Spitzenspieler Jiri Vencl gegen Böblingens Heiko Bollich. Beide zeigten vor zahlreichen Zuschauern ein grandioses Match, dass der Villinger in einem Matchtiebreak-Krimi mit 13:11 für sich entscheiden konnte. 6:0 nach den Einzeln. In den Doppeln gewannen Vencl-Schirmaier und Heppler-Ruf schnell, wieder nur eine Partie ging in die Verlängerung. Adelhardt-Hauser unterlagen allerdings dieses Mal knapp im Matchtiebreak. Ein toller 8:1 Endstand konnte zunächst gefeiert werden. Erst der Blick auf die anderen Ergebnisse ließ die Stimmung Blau Weißen wieder sinken. Tabellenführer Güglingen gewann ebenso hoch, Grötzingen als Tabellendritter landete auch einen 8:1 Sieg. Vor dem letzten Heimspiel am Sonntag gegen Tabellenführer Afriso Güglingen haben diese bei bisher keiner Niederlage 5 Matchpunkte Vorsprung vor Villingen, Grötzingen hängt punktgleich mit Villingen mit einem Matchpunkt Rückstand den Schwarzwäldern im Nacken. Es müsste also ein hoher Sieg her, rechnerisch möglich. Das Villinger Team hat bisher eine bärenstarke Saison gespielt und sollte sich nicht nur an diesen Strohhalm klammern, sondern einfach versuchen, ihr Bestes zu geben. „Wir hauen am Sonntag noch mal alles raus, was drin ist, dann werden wir sehen was passiert,“ so Kapitän Adelhardt. „Die Zuschauer können sich auf alle Fälle auf tolle Matches freuen.“
Einen harten und nervenaufreibenden Arbeitstag hatte Coach Andy Drzyzga in Frankfurt. Schließlich war es eine wichtige Partie, die die Blau Weißen unbedingt gewinnen wollten. Und es startete gut. Kinnie Laisne auf Villinger Seite gewann in 2 Sätzen, Pia Schwarz und Nikola Schweinerova gegen die bisher in der Liga noch ungeschlagene Noemi Hemmerich gingen in den Matchtiebreak. Pia gewann 10:5 , Geburtstagskind Nikola verlor 5:10. Nach der ersten Runde eine 2:1 Führung war ein guter Auftakt. Michaela Boev gewann ihr Match dann sehr schnell und erhöhte im Gesamtscore auf 3:1. Chiara Grimm unterlag allerdings auf der Spitzenposition gegen die starke Griechin Kordolaimi in zwei Sätzen genauso wie Xenia De Luna. Die Führung konnte also nicht ausgebaut worden und man zog mit einem 3:3 in die Doppel. Während das zweite Doppel der Villinger mit Boev/Escalona gegen Kordolaimi/ Clößner schnell auf die Verliererstraße geriet, lief Doppel 1 und 3 für die Blau Weißen. Grimm-Laisne führten 6:4 4:1 und im dritten Doppel hatten Schwarz-Schweinerova einen 6:4 4:2 Vorsprung. Ein knapper 5:4 Sieg der Villinger war in absoluter Reichweite. Doch die sehr doppelstarken Frankfurter wurden immer besser, zwangen beide Doppel in den Matchtiebreak und behielten auch dort mit 10:7 bzw. 10:5 die Nerven. Endstand also statt 5:4 für Villingen 6:3 für Frankfurt. „Das war extrem bitter, so dicht vor dem Ziel noch abgefangen zu werden, ein Wechselbad der Gefühle für die Mädels und für mich. Die Frankfurter haben aber zum Ende eine unglaubliche Performance hingelegt, dass muss man auch sehen. Unsere Mädels haben bis zum Umfallen gekämpft,“ so Coach Andy Drzyzga. „Nun müssen wir den Kopf wieder freibekommen für das letzte Spiel in Bad Vilbel“.
Foto: Herren 30 vor dem Match gegen Böblingen

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